Hörgeräte-Bauformen
Das Tempo, in dem sich die moderne Technik weiterentwickelt, ist hoch. Das gilt für Hörgeräte erstrecht. Diese Geräte sind winzige Computer. Ihre Rechenleistung steigt mit jeder neuen Produktgeneration. Der Schall wird nicht nur verstärkt. Er wird digital verarbeitet; und zwar derart, dass das natürliche Hören so exakt wie möglich nachgebildet wird. Mehr und mehr nutzt man dafür auch Künstliche Intelligenz (KI).
„Moderne Hörgeräte können Sprache von störenden Hintergrundgeräuschen unterscheiden“, so Doris Vercelli vom Hörakustik-Institut das OHR.konzept in Münster.
„Diese Geräte können hervorheben, was man hören will, und die unwichtigen Geräusche herabsenken. Sie stellen sich automatisch auf jede neue Hörumgebung ein. In bestimmten, anspruchsvollen Situationen hört man oft sogar besser als Menschen mit gutem Gehör.“
Auch die Einstellung der kleinen Systeme erfolgt digital. Über eine Software programmiert der Hörakustiker sie so, dass sie exakt zu Ihren Bedürfnissen und Wünschen passt. Die meisten Hörgeräte lassen sich vernetzen. Linkes und rechtes Gerät tauschen sich untereinander aus, um ein optimales Klangerleben abzusichern. Man kann die Geräte mit Fernseher oder Handy koppeln und vieles mehr.
Hörgeräte gibt es in verschiedenen Preis- und Leistungsklassen. Und es gibt sie in unterschiedlichen Bauformen. Je nachdem, wie sie am oder im Ohr sitzen, wird zwischen Hinter-dem-Ohr-Gerät und Im-Ohr-Gerät unterschieden. Zudem lösen komfortable Akku-Hörgeräte die Hörgeräte mit Einweg-Batterie ab.
Moderne Hörgeräte: digital und vernetzt, im oder hinter dem Ohr und mit Akku
Hörgeräte, bei denen das Gehäuse mit der Technik hinter dem Ohr sitz, nennt man Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO). Die meisten nutzen diese Bauform. Die Geräte hinterm Ohr bieten Platz für neueste Technik. Ihre Handhabung ist einfach. Sie haben attraktive Designs und sind eigentlich nicht mehr von trendiger Audio-Technik zu unterscheiden. Man kann verschiedene Gehäusefarben wählen. Zugleich sind HdO-Geräte diskret. Sie verschwinden mehr oder weniger vollständig hinter der Ohrmuschel.
Das klassische Hinter-dem-Ohr-Hörgerät hat einen so genannten Ohrhaken – einen Winkel, der auf die Ohrmuschel aufgesetzt wird. Durch einen Schallschlauch wurde der Schall in den Gehörgang weitergeleitet.
Doch inzwischen sind andere Lösungen deutlich beliebter: Ein dünnes Hörer-Kabel führt vom Gehäuse in den Gehörgang. Am Ende des Kabels sitzt der Lautsprecher, der den Schall direkt in den Gehörgang abgibt. Bei diesen so genannten Ex-Hörer-Geräten (mit externem Hörer, auch RIC-Geräte) ist der Klangeindruck besonders natürlich. Zusätzlich kann ein maßgefertigtes Ohrpassstück (Otoplastik) für komfortablen Sitz und beste Hörerlebnisse sorgen. Das Passstück wird so gestaltet, dass es den Gehörgang nicht vollständig verschließt.
Hinter dem Ohr (HdO)
Geräte, bei denen die gesamte Technik mehr oder weniger tief im Gehörgang sitzt, nennt man Im-Ohr-Hörgeräte (IdO). Sie sind für Träger mit leichtem bis mittlerem Hörverlust geeignet. Auch IdOs verfügen über neueste Technik. Aber ihre Größe wird durch die individuelle Form des Ohres begrenzt.
Insbesondere bei sehr kleinen Modellen, die tief im Gehörgang verschwinden, müssen Abstriche in der Funktionalität in Kauf genommen werden. Auch die Laufzeit einer Akkuladung bzw. die Lebensdauer der Batterie sind geringer. Die Energiequelle nimmt übrigens den weitaus größten Teil im Hörgerät ein.
IdO-Hörgeräte sind Maßanfertigungen. Im Hörakustik-Institut das OHR.konzept kommt hier ein moderner 3D-Ohr-Scanner zum Einsatz. In kürzester Zeit erzeugt der Scanner ein digitales, räumliches Abbild des Gehörgangs. Auf dessen Grundlage wird ein kleines Gehäuse gebaut, das exakt in das jeweilige Ohr passt und die gesamte Technik beherbergt.
Die Fertigung guter Im-Ohr-Hörgeräte setzt handwerkliches Können und Erfahrung voraus. Die kleinen Gehäuse dürfen weder wackeln noch drücken. Im Ohr sollte man sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr spüren.
Im Ohr (IdO)
Akku-Hörgeräte sind die Zukunft. Sie bieten nicht nur bestes Hören. Sie sind heute auch wesentlich komfortabler als Geräte mit traditionellen Einweg-Batterien. Neben Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten mit Akku gibt es längst auch Im-Ohr-Hörgeräte, die wiederaufladbar sind.
„Lange Zeit war es gar nicht möglich, bei Hörgeräten auf Einweg-Batterien zu verzichten“, so Doris Vercelli vom Hörakustik-Institut das OhrKonzept in Münster. „Die kleinen Knopfzellen mussten gekauft und alle paar Tage gewechselt werden. Doch seit einigen Jahren hat sich das grundlegend geändert. Heute hält eine Akkuladung 30 Stunden und mehr. Zudem sind Akkus besser für die Umwelt.“
Nie mehr Batterien kaufen – Ladung erfolgt über Nacht in wenigen Stunden
Bei Akku-Hörgeräten kann man sich den Kauf und das ständige Wechseln der kleinen Knopfzellen sparen. Die Geräte werden über Nacht in einer kleinen Ladestation geparkt. Schon nach wenigen Stunden sind sie vollgeladen. Für unterwegs gibt es auch mobile Ladestationen mit Powerbank; so kann man die Geräte auch ohne Steckdose mehrmals nachladen.
„Experten sprechen bereits davon, dass es in einigen Jahren nur noch Hörgeräte mit Akku geben wird“, so Doris Vercelli. „Bestimmte technische Weiterentwicklungen sind mit Einweg-Batterien auch gar nicht mehr möglich, dafür sind sie zu schwach. Dennoch führen wir neben Akku-Hörgeräten auch weiterhin solche mit traditioneller Batterie.“
Akku-Hörgeräte
Häufig gestellte Fragen
Hier finden Sie schnell und unkompliziert Antworten auf die wichtigsten Fragen zur modernen Hörtechnik, Beratung und individuellen Versorgung bei OHR.konzept:
Welche Hörgeräte Bauformen sind eher unauffällig und welche eher robust?
Bei Hörgeräte Bauformen gelten kleine Im-Ohr-Varianten häufig als besonders unauffällig, während Hinter-dem-Ohr-Modelle oft als robuster und leichter zu handhaben gelten. Welche Bauform am besten passt, hängt vom Hörbedarf, vom Gehörgang, vom Handling und von den gewünschten Funktionen ab.
Worin unterscheiden sich Hörgeräte Bauformen im Alltag am stärksten?
Die Hörgeräte Bauformen unterscheiden sich vor allem bei Größe und Sitz (hinter dem Ohr oder im Ohr), bei der Bedienbarkeit, beim Platz für Akku oder Batterie sowie bei der Eignung für verschiedene Hörsituationen. Auch Themen wie Brillen-Tragen, Sport, Feuchtigkeit und Reinigung spielen bei der Wahl der Bauform eine Rolle.
Welche Hörgeräte Bauformen gibt es grundsätzlich?
Zu den wichtigsten Hörgeräte Bauformen zählen Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO), Ex-Hörer-Hörgeräte (RIC) und Im-Ohr-Hörgeräte (IdO). Die Bauform beeinflusst unter anderem Tragekomfort, Sichtbarkeit, Bedienung und technische Möglichkeiten.
Was ist wenn ich mein Hörgerät nicht bei OHR.konzept gekauft habe?
Auch wenn Sie Ihr Hörgerät nicht bei OHR.konzept erworben haben, können Sie sich dennoch gerne an uns wenden. Wir prüfen Ihr Gerät, besprechen Ihre aktuellen Höranforderungen und unterstützen Sie bei Serviceleistungen wie Reinigung, Sitzkontrolle sowie bei einer bedarfsgerechten Nachjustierung der Einstellungen.
Bringen Sie zum Termin nach Möglichkeit Ihr Hörgerät sowie vorhandene Unterlagen (zum Beispiel Anpassprotokolle oder Kaufbelege) mit, damit wir die Optionen schnell und zuverlässig für Sie prüfen können.
Ist OHR.konzept ein inhabergeführtes Geschäft, und welchen Vorteil hat das für Kundinnen und Kunden?
Ja, OHR.konzept ist inhabergeführt. Das bedeutet, dass Entscheidungen direkt von Doris Vercelli getroffen werden und Abläufe nicht über mehrere Ebenen abgestimmt werden müssen. Für Kundinnen und Kunden ist das oft ein Vorteil, weil die Beratung persönlicher ist, die Qualität konsistent bleibt und man eine feste Ansprechpartnerin hat, die das Angebot und die Standards des Geschäfts langfristig prägt.
Sie haben noch weitere Fragen?
Ob Hörtest oder Beratung:
Wir nehmen uns Zeit für Sie.
Entdecken Sie in einer ausführlichen Hörprofilanalyse, welche Hörlösung herstellerübergreifend am besten zu Ihrem Lebensstil passt – wir betrachten dabei nicht nur das Hören, sondern besonders das Verstehen in geräuschvoller Umgebung.
Ein offenes Ohr und die passende Leistung für Ihren Bedarf
Das Geschäft am Prinzipalmarkt verbindet erstklassige Akustik-Expertise mit persönlicher Betreuung im Herzen der Münsteraner Innenstadt.
Hörgeräte & Beratung
Kein Hörverlust gleicht einem anderen. Deshalb muss auch jedes Hörgerät so gestaltet sein, dass es exakt zum Träger passt – zu den audiologischen Erfordernissen, zu individuellen Wünschen und zum täglichen Leben. Um das zu erreichen, braucht es mehr als moderne Technik und Können. Entscheidend ist die umfassende und vertrauensvolle Beratung – in Ruhe und mit ausreichend Zeit.
Gehör- und Schwimmschutz
Unser Gehör ist verletzbar. Und die Welt, in der wir leben, ist lauter als je zuvor. Unsere Ohren sind diesen Belastungen gar nicht gewachsen. Folge ist, dass die Zahl der Hörschädigungen durch Lärm ständig steigt – gerade auch unter jungen Menschen. – Wir bieten Ihnen daher komfortablen Gehörschutz für Beruf und Freizeit – in verschiedenen Preisklassen, auch individuell gefertigt mit neuester Technik.
Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen können: Hörimplantate
Lässt das natürliche Hörvermögen nach, können moderne und gut eingestellte Hörgeräte den meisten Menschen helfen. Doch es gibt auch Hörverluste, bei denen Hörgeräte keine ausreichende Hilfe bieten. Hier können das Cochlea-Implantat (CI) und andere Hörimplantate die Lösung sein.
- Prinzipalmarkt 36 (1. Etage),
- 48143
- Münster
Anfahrtsbeschreibung:
Die Buslinien 1, 2, 10, 11, 12, 13, 14 und 22 halten in unmittelbarer Nähe (Haltestelle Aegidiimarkt bzw. Domplatz). Alle Linien verkehren direkt vom Hauptbahnhof Münster und zurück.
Falls Sie mit dem Auto anreisen, parken Sie bequem im Parkhaus Münster Arkaden oder Aegidiimarkt. Beide liegen nur wenige Gehminuten vom Prinzipalmarkt 36 entfernt.
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